Jean-Yves Ferri – ein Vorgeschmack auf den neuen Asterix-Texter

© Ferri – Larcenet – Reprodukt

Wie alte Herren sehen Asterix, Obelix und ihre schlagkräftigen Kumpanen wahrlich nicht aus. Allenfalls Methusalix wirkt etwas verwittert – aber das auch schon seit einem guten halben Jahrhundert gleichbleibend. Den anderen sieht man die 52 Jahre Schlägereien und Festbankette nicht an. Solange ist es her, dass der französische Zeichner Albert Uderzo und sein Freund René Goscinny in einer Sommernacht auf einem Pariser Balkon bei Pastis und Mondschein die unbeugsamen Gallier erfanden. Aber praktischerweise altern Comic-Helden ja nicht. Auch wenn ihre Zeichner das tun. Viele Comic-Figuren leben sogar nach dem Tod ihrer Erfinder weiter.

So plante auch Asterix‘ letzter lebender Verwandter Albert Uderzo (84) seine Nachfolge: Der erklärte am Montag bei einem Empfang anlässlich einer erreichten Weltauflage von 350 Millionen Asterix-Bänden seinen Rücktritt. Weil die Welt aber ein Recht auf die Fortsetzung der Abenteuer von Asterix und Obelix hat, hat Uderzo schon vor geraumer Zeit seinen Nachfolger gesucht und gefunden, bislang jedoch nicht verraten. Der Figaro lüftete gestern das Geheimnis: Der als schüchtern aber humorvoll geltende Jean-Yves Ferri wird neuer Asterix-Texter und ist damit ab sofort hauptberuflich dafür verantwortlich, dass der Himmel den renitenten Galliern nicht auf den Kopf fällt.

Bereits 2012 wird sein erster Band in der Comic-Reihe erscheinen. Die Liebhaber des feinsinnigen Humors eines Goscinny erhoffen sich jetzt von Ferri eine Rückkehr zu Wortwitz und Situationskomik der frühen Abenteuer. Das Lesen ist schön zeigt Euch hier schon mal einen kleinen Vorgeschmack auf Jean-Yves Ferri: Ausschnitte seiner Texte in Manu Larcenets  „Die Rückkehr aufs Land“, dessen zweiter Teil im Frühjahr bei Reprodukt erscheinen wird.

© Ferri – Larcenet – Reprodukt

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  1 comment for “Jean-Yves Ferri – ein Vorgeschmack auf den neuen Asterix-Texter

  1. Tim
    28. September 2011 at 15:58

    Das sind tolle Nachrichten. Reprodukt ist großartig, und Asterix hat verdammt nochmal was besseres verdient, als mit schlechtem Humor totgeschrieben oder aber künstlich am Leben gehalten zu werden. Das wäre nämlich der Fall, wenn man sagt: Asterix ist sakrosant, da geht keiner mehr ran. Was für eine Verschwendung das wäre. Der Boden ist doch fruchtbar wie Mutterkuchen

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