Wir sind doch von gestern

Foto: dLis

So schätzt zumindest Hans Rosling unser Verständnis von Bevölkerungswachstum ein. „Wir betrachten die Welt oft noch genauso wie die Menschen in den 60er Jahren“, sagt Rosling (62, Arzt und Berater der WHO und UNICEF) im Interview mit der Zeitschrift Neon. Aktueller Anlass: Ende des Jahres werden sieben Milliarden Menschen auf unserem Planeten leben.

Und viele gut gebildete, scheinbar aufgeklärte und interssierte Menschen in Mitteleuropa machen auch heute noch die Entwicklungshilfe verantwortlich für die Bevölkerungsexplosion, vor der wir uns gegenwärtig alle fürchten. Wir haben Angst vor Wasserknappheit, Verteilungskriegen und einer Zuspitzung von Treibhauseffekt und Klimawandel, wenn plötzlich drei Milliarden Menschen mehr Auto fahren. Und viele von uns glauben, würden die armen Länder dieser Welt auch in Zukunft arm bleiben, wäre es gar nicht so weit gekommen.

„Bloß“, so Rosling, „es ist umgekehrt richtig. Nur solange immer noch 20 Prozent der Weltbevölkerung in absoluter Armut leben, werden wir eine rasante Bevölkerungszunahme beobachten“. Punkt. Das ganze Interview ist in der Oktoberausgabe der Neon zu lesen – die darin erklärten Aspekte des Bevölkerungswachstums wissenswert.

  1 comment for “Wir sind doch von gestern

  1. Tim
    1. Oktober 2011 at 12:57

    anspielung auf freiheit?

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