Eugen Ruge gewinnt den Deutschen Buchpreis

Foto: © Tobias Bohm

Für seinen Debut-Roman In Zeiten des abnehmenden Lichts gewinnt Eugen Ruge den Deutschen Buchpreis 2011. Der 57jährige studierte Mathematiker hat einen unterhaltsamen Familienroman über das intellektuelle Establishment der DDR verfasst, in dem er die Geschichte seiner eigenen Familie über mehrere Generationen hinweg nacherzählt. Kritiker verglichen sein Buch mit Tellkamps Turm oder nannten es „Die kommunistischen Buddenbrooks“.

„Eugen Ruge spiegelt ostdeutsche Geschichte in einem Familienroman. Es gelingt ihm, die Erfahrungen von vier Generationen über fünfzig Jahre hinweg in einer dramaturgisch raffinierten Komposition zu bändigen. Sein Buch erzählt von der Utopie des Sozialismus, dem Preis, den sie dem Einzelnen abverlangt, und ihrem allmählichen Verlöschen. Zugleich zeichnet sich sein Roman durch große Unterhaltsamkeit und einen starken Sinn für Komik aus“, so die Begründung der sieben Jury-Mitglieder.

Der Jury für den Deutschen Buchpreis 2011 gehören an: Gregor Dotzauer (Der Tagesspiegel), Ulrike Draesner (Autorin), Clemens-Peter Haase (†, Goethe-Institut), Ina Hartwig (freie Kritikerin), Christine Westermann (Westdeutscher Rundfunk), Uwe Wittstock (Focus) und Jury-Sprecherin Maike Albath (Journalistin bei Deutschlandfunk und Deutschlandradio Kultur).

Weitere Infos zum Roman liefert die Videorezension von Iris Radisch.

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