Rechtzeitig zur Buchmesse: 2x isländische Kunst in der Frankfurter Schirn

© VG Bild-Kunst, Bonn 2011 / Foto: Guillaume Onimus

Zur Einstimmung auf die Frankfurter Buchmesse und deren Islandschwerpunkt lohnt ein Besuch der Frankfurter Kunsthalle. Die Schirn zeigt bis 8. Januar zwei Ausstellungen isländischer Gegenwartskünstler.

Zwischen Pop Art und Surrealismus bewegt sich der 1932 geborene isländische Maler Erró, der heute als einer der bedeutendsten Künstler des Landes gilt. In der Schirn zeigt er mit „Scapes“ eine Serie großformatiger „Landschaften“ malerisch reproduzierter kritisch-narrativer Kollagen sowie den 1967/68 entstandenen Porträtzyklus „Monsters“, eine 40 Jahre lang nicht gezeigten Serie grotesker Doppelporträts prominenter Persönlichkeiten, deren offizielles Konterfei Erró jeweils einem zweiten, monströs verzerrten Gesicht gegenüberstellt.

Medial vielgestaltig ist das Werk von Gabríela Fridriksdóttir (Jg. 1971): Zeichnungen, Malereien, Fotografien und Skulpturen stehen gleichbedeutend neben Installationen, Performances und Videofilmen. Unter dem Titel „Crepsulum“ (Dämmerung) zeigt Fridriksdóttir einen Raum, in dem sich mittelalterliche isländische Handschriften mit dem geheimnisvollen Zeichensystem der Künstlerin sowie einer Filmproduktion zu einer mystischen Landschaft verdichten.

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