Buchkunst mit Herz

Foto: Isabelle Vaverka

Mir als Leserin mit romantisch verklärtem Verhältnis zu ihren Büchern, sind diese weit mehr als nur gebundene Seiten beschriebenen Papiers mit Inhalten aller Art. Bücher sind nicht nur Texträger. Denn Texte können wir ja inzwischen problemlos online auf unsere E-Books und ipads runterladen und bei Bedarf auch wieder löschen. Wozu bräuchte man da eigentlich noch das gebundene Buch, wenn nicht eigentlich viel mehr zwischen den Deckeln steckte als reiner Text?

Isabelle Vaverka, Grafikdesignerin aus Litauen ist dieser Frage auf den Grund gegangen. Ihre Antwort ist ein sehr persönliches und zugleich sehr hübsch anzusehendes Bücherkunstprojekt mit den Namen „The Book“: Hierzu fertigte sie schlicht in weiß mit schwarzem Aufdruck gehaltene Abbilder ihrer persönlichen Büchersammlung. Diesen Artefakten gab sie jedoch nicht die Titel ihrer Bücher, sondern benannte sie nach ihren persönlichen Erinnerungen.

Foto: Isabelle Vaverka

So trägt eines der Bücher den Titel „The Book I’ve been hiding“, ein anderes heißt „The Book on which I’ve cut bread on a squaere in Berlin Kreuzberg“. Die Bedeutung jedes ihrer Bücher für Isabelle Vaverka unterstreicht ein eigens für das Projekt entworfenes Regal mit teils nach vorne, teils nach hinten, nach oben oder nach unten versetzten maßgeschneiderten Fächern für jedes der künstlichen Bücher. Dieses Gesamtwerk ist nicht nur ein ebenso persönliches wie dekoratives Erinnerungsstück, das ist Buchkunst mit Herz.

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