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Unerhört wunderbar: Jeffrey Eugenides‘ ‚Middlesex‘

Foto: Rowohlt Verlag

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„‚Middlesex‘ ist ein unerhört wunderbarer Roman“, schreibt Jonathan Franzen über Jeffrey Eugenides‚ Pulitzer-Preis gekröntes Buch aus dem Jahr 2003. Freilich ist Franzen ein guter Freund von Eugenides. Und  ‚Middlesex‘ wird überdies eine große Nähe in Aufbau, Struktur und Erzählperspektive  zu Franzens  ‚Die Korrekturen‘ nachgesagt. Aber so parteiisch Franzen auch sein mag, er zählt auch zu den großen Schreibern der US-amerikanischen Gegenwart. Und ich persönlich kann ihm nur sehr enthusiastisch zustimmen, ‚Middlesex‘ – die Geschichte dreier Generationen einer griechischen Einwandererfamilie, zugleich Zeitgeschichte in Kleinasien und den USA der 1920er bis 1980er Jahre, erzählt von der fiktiven pseudohermaphroditen Hauptfigur Calliope, genannt Cal(lie) und ihrem Umgang mit der eigenen Intersexualität – ist ein unerhört wunderbares Buch.

In gewisser Weise bin ich sicher ebenfalls parteiisch: Fand ich in ‚Middlesex‘ doch eine sehr eindrückliche Beschreibung von Smyrna, der Geburtsstadt meines Großvaters zu der Zeit als er dort lebte. Sind die Themen Einwanderung und Assimilation auch in meiner Familiengeschichte präsent gewesen. Konnte ich die Gedanken, Hoffnungen und Sorgen von Cal(lie)s Großmüttern Desdemona und ihrer Sourmelina während ihrer Schwangerschaften ebenso wie die große Unsicherheit Cal(lie)s in der Pubertät so gut nachempfinden. Und neige ich überhaupt dazu, Protagonisten, mit denen ich bereitwillig mehr als 700 Seiten durch Höhen und Tiefen gekraxelt bin, zu meinem innersten Seelenverwandtschaftskreis zu erheben.

So erging es mir mit Desdemona als Zeitzeugin der Kindheit meines Großvaters und großen Romantikerin in Eugenides‘ Roman, die sich zweimal trotz aller Bauchschmerzen und Alpträume für die Liebe und gegen die Vernunft entschieden hat und dennoch ihr Leben lang mit dieser Schuld ringt. Und so erging es mir ebenfalls mit Cal(lie), deren Metarmorphose, mich tatsählich zu Tränen gerührt hat, obwohl ich zugeben muss, dass so manche Kritikerstimme nicht ganz zu Unrecht, eine mangelnde Tiefe oder Selbstreflexion in ihrer Darstellung anmahnt.

Ulrich Greiner nimmt Eugenides‘ Hauptfigur das persönliche Drama nicht ab: „Wir glauben nämlich nicht, dass Cal wirklich unter seinem Anderssein leidet. Allzu fidel hat er uns über die steilen Pfade und schnellen Straßen seiner Geschichte vorangetrieben. Und das liegt eben daran, dass ihm die Dialektik fehlt. Sie entsteht, weil die Verhältnisse ewig unvollkommen, nämlich halbiert sind. Cal aber ist schon selber die (wenn auch kurios mangelhafte) Einheit, deren zugehörige, verfehlte Hälfte nicht gedacht werden kann. Selbst wenn wir den verstörenden Befund zwischen seinen Beinen, der uns ausführlich geschildert wird, für einen Augenblick vergessen, erscheint er uns nie als Opfer eines tragischen Geschicks, sondern als genügsamer und zugleich optimistischer Schmied seines Glücks.“

Eine mögliche Erklärung für diese Beobachtung liefert Greiner sogleich selbst: Der „Einsatz des allwissenden gottähnlichen Erzählers“ offenbare, dass dieser zwar „überall dabei, nur nicht recht bei sich selber“ sei, „aber das ist verständlich, denn wie soll er sich finden in einer Welt, die alles bipolar ordnet und mit dem Dazwischen nicht umgehen kann.“ Unzufrieden ist er jedoch wieder mit dem Umfang von Eugenides‘ Roman und steht damit nicht allein: Stephan Draft schreibt im Stern: Neun Jahre hat Eugenides an seinem Roman gearbeitet, und wohl deshalb finden sich reichlich Absätze, aus denen man ausgewachsene Romane stricken könnte.“ Ulrich Greiner setzt noch einen drauf: „Der Roman könnte ebenso gut doppelt wie halb so dick sein, es würde ihm weder schaden noch nützen.“ 

Hubert Spiegel sieht das anders, aus seiner Sicht ist Eugenides‘ Historienschau geglückt und schadet dem Fluss der Handlung ganz und gar nicht. Und er weiß auch, wie Eugenides das geschafft hat: „Damit der Roman über der Fülle seiner Gegenstände nicht aus allen Nähten platzt und der Leser sich nicht schon nach zweihundert Seiten fühlt wie ein Reiter, der aus dem Sattel gehoben wurde und nun von einem durchgegangenen Gaul mitgeschleift wird, hat der Autor gewisse Vorsichtsmaßnahmen ergriffen.“ So wählt Eugenides beispielsweise „einen Ich-Erzähler, der bei Bedarf zum allwissenden Erzähler wird und durch Zeit und Raum zu reisen vermag, wie es ihm beliebt. “

Charmant findet Spiegel auch, wie überlegt Eugenides die griechische Mythologie im Roman verwebt: „Tatsächlich kokettieren der Autor und sein Held ganz gern mit ihrer griechischen Abstammung, aber die Verweise auf das Ursprungsland der klassischen Mythologie haben ihren tieferen Sinn.“ So ist Calliope, die „Schönstimmige“, die Muse der epischen Dichtung, im Schülertheater spielt sie den blinden Seher Teiresias, der zeitweise als Frau gelebt hatte, später führt sie „als Gott Hermaphroditos ihren zweigeschlechtlichen Unterleib gegen Geld“ vor, als männlicher Erzähler namens Cal schließlich „macht sie ihre Gene dafür verantwortlich, dass sie ‚manchmal ein wenig homerisch‘  klingt“. Alles in allem, spannende Perspektiven.

Doch vor dem Hintergrund der Leistung Jeffrey Eugenides‘, mit der Intersexualität seiner Hauptfigur in ‚Middlesex‘ ein Thema in den Fokus des Interesses gehoben zu haben, das im gesellschaftlichen Diskurs bislang quasi keine Erwähnung fand, wirken die „Mäkeleien“ der Rezensenten etwas kleinlich. Lediglich Denis Scheck feiert ‚Midddlesex‘ als Triumph der Literatur, als Roman mit Einfluss auf eine Emanzipationsbewegung: „Über all den Klagen über die vermeintliche Wirkungslosigkeit der Literatur, den längst in Serie abgelieferten Selbstbescheidungsstatements der Autoren werden ihre heimlichen Triumphe, ihre im Zeitlupentempo erfochtenen Siege fast übersehen. So ein Triumph ist Jeffrey Eugenides Roman ‚Middlesex‘ , ein Roman über Liebe und Tod natürlich, ein Roman über Geld, Geschichte und Geschlecht.“

Und das ist nicht das einzige, womit sich Eugenides laut Scheck verdient gemacht hat. Denn ‚Middlesex‘ verleiht der Intersexualität Würde: „Bei Eugenides ist der Geschlechtswechsel selbst Strafe und Ehre zugleich, die Erfahrung, erst eine Frau, dann ein Mann zu sein, ein Privileg, und je länger der Leser dem Roman folgt, desto überzeugender erscheint diese Darstellung.“ Diese Meinung teilte Scheck mit der Pulitzer-Preis-Jury, die ‚Middlesex‘ aus diesem Grund als das bedeutenste Buch des Jahres 2003 auszeichnete – wie ich finde, sehr zu Recht! Ich persönlich hatte das Thema Intersexualität zuvor so gar nicht auf dem Schirm. Aber ‚Middlesex‘ sensibilisiert nicht nur – auch auf die Gefahr hin mich (oder Jonathan Franzen) zu wiederholen – ‚Middlesex‘ ist ein unerhört wunderbarer Roman“!

Jeffrey Eugenides: Die Liebeshandlung

Auf den ersten Blick ist der neue Roman von Jeffrey Eugenides eine unterhaltsame Dreiecksgeschichte aus dem US-College-Milieu der 1980er Jahre. Auf den zweiten Blick ist Die Liebeshandlung oder im englischen Original „The marriage plot“ aber auch ein Statement darüber, wie Eugenides sich die Gegenwartsliteratur wünscht. Mit seinem dritten Roman legt er eine große, erzählerisch (auch in der deutschen Übersetzung) brilliante und dennoch moderne Liebesgeschichte vor. Dafür pickt sich der Autor „das Beste“ aus Postmoderne und Realismus heraus. So hat Die Liebeshandlung einen Plot in der Erzählstruktur des 19. Jahrhunderts aber mit dekonstruktivistischem Subtext.

Kompliziert klingt das aber nur im ersten Moment. Denn Die Liebeshandlung ist nicht nur für literaturwissenschaftlich Eingeweihte geschrieben: Auch ohne Vorwissen kann man die einzelnen Handlungsstränge des Romans der jeweils literaturtheoretischen Strömung zuordnen. Denn Eugenides schickt seine Leser in die selben College-Seminare wie seine drei Helden, die Studenten Madleine, Mitchell und Leonard. Da sitzt der Leser unvermittelt – wie damals en vogue – im Semitiotik-Seminar und hört der Diskussion über Jacques Derrida zu. Im nächsten Moment besucht er mit Mitchell und Leonard ein Seminar über östliche Religionen. Oder ist er Zaungast auf der Bettkante der liebeskranken Madleine, die versucht ihren Kummer mit Roland Barthes „Fragmente einer Sprache der Liebe“ zu therapieren, einer Art Enzyklopädie des Gefühlslebens.

Auf diese Weise lernt der Leser auch die drei Protagonisten kennen, die Eugenides vor allem über ihre Lesevorlieben definiert. Madleine, angepasste Tochter aus gute Hause und Studentin der englischen Literatur, begeistert sich ganz gegen den Zeitgeist für den Roman des 19. Jahrhunderts, insbesondere für das viktorianische Zeitalter. Für Poststrukturalismus und Semiotik hat sie wenig übrig. Der nachdenkliche aber weltgewandte Theologiestudent Mitchell hat Schopenhauer und Nietzsche hinter sich gelassen und reist mit einem Rucksack voller christlicher Mystiker durch Europa und Indien. Unterwegs liest er Thomas von Kempen, Augustinus, Theresa von Avila oder Tolstoi. Der hochintelligente aber ebenso labile Biologiestudent Leonard springt scheinbar spielend zwischen den Disziplinen hin und her, Naturwissenschaften, Philosophie, Theologie und Literaturtheorie und jongliert mühelos mit allen Texten und Begrifflichkeiten.

Doch beginnen wir vorn: Madleine, Mitchell und Leonard studieren in den 80er Jahren an der Browne University in Rhode Island, der Alma Mater ihres Erfinders. 1982, zu Beginn des Romanes, stehen sie kurz vor ihrer Graduierung und schließen damit ihr Studium eben zu der Zeit ab, in der auch Eugenides dort graduiert hat. Überhaupt wirkt Die Liebeshandlung an vielen Stellen stark autobiographisch. Im Falle des griechisch-stämmigen Mitchell gibt Eugenides das auch unumwunden zu. Es ist aber auch zu offensichtlich: Mitchell sieht aus wie Eugenides in jungen Jahren aussah, er stammt aus Detroit, reist im Laufe des Romans auf spiritueller Sinnsuche nach Indien und arbeitet in Kalkutta in Mutter Theresas Heim für Sterbende – so wie Eugenides. Und obwohl der Autor sagt, die selbst erlebten Passagen seien ihm beim Niederschreiben besonders schwer gefallen –  für die Schilderung der Indienreise etwa habe er 20 Anläufe gebraucht, so ist Mitchell doch der am klarsten gezeichnete Charakter.

Der manisch depressive Leonard dagegen erinnert – auch wenn der Autor davon nichts wissen will – optisch wie charakterlich an Eugenides Freund aus New Yorker Tagen, seinen Schriftstellerkollegen David Foster Wallace. Und auch wenn Eugenides zugibt, trotz gewissenhafter Recherchen wenig über Manie und Depression zu wissen, gelingt ihm eine mitreißende Schilderung von Leonards manischen Phasen.

Einzig Madleine bleibt ein ungelöstes Rätsel. Man könnte nun mutmaßen, die Figur der schönen und angepassten Oberklassetochter besitze vielleicht deswegen so wenig charakterliche Tiefe, weil Eugenides kein lebendes Vorbild vor Augen gehabt habe. Für den Roman ist Madleine dennoch Zentrum und Motor in einem und damit unerlässlich. Denn sie ist es, die eine Entscheidung treffen muss zwischen dem verlässlichen Kameraden Mitchell und dem aufregenden, aber unzuverlässigen Leonard  – eine Entscheidung zwischen Verstand und Gefühl. Und dieser Verweis auf Jane Austens gleichnamiges Werk „Sense and sensibility“ ist keinesfalls zufällig.

Denn wenn auch der deutsche Titel von Eugenides Roman womöglich in die Irre führt, Die Liebeshandlung greift ein klassisches Romanmotiv auf, den „marriage plot“. Der Begriff stammt aus der angelsächsischen Literaturgeschichte. Dort tauchte er erstmals in der Romantik auf, einer Epoche, in der die Heirat ausschlaggebend war für die gesellschaftliche Zukunft einer Frau. Autoren wie Jane Austen schrieben damals Romane über junge Frauen, deren Dreh- und Angelpunkt die Eheschließung war. Diese Romane enden stets mit der Hochzeit ihrer Heldin. Im Laufe der Literaturgeschichte wandelte sich der „marriage plot“ ebenso wie die Gepflogenheiten der Ehe. Im viktorianischen Zeitalter schrieben die Schwestern Brontë schon deutlich düstere Romane. Sie beginnen mit der Eheschließung und schildern im weiteren Verlauf den Alltag des Ehelebens mit all seinen Höhen und Tiefen. In der Moderne schließlich führen die Ehepartnertauschepisoden in John Updikes Romanen die Idee des „marriage plot“ endgültig ad absurdum.

Madleine steckt nicht nur selbst mitten in einem solchen „marriage plot“, sie schreibt auch einen akademischen Fachartikel zum Thema. Darin untersucht sie die Auswirkungen des modernen Ehelebens auf den Roman und greift die These ihres greisen Literaturprofessor Saunders auf: Mit der fortschreitenden Gleichberechtigung der Frau verliere der Roman an Faszination. Die großen Romane seien in der Zeit Jane Austens entstanden. Mit dem Bedeutungsverlust der Ehe, gehe auch der Bedeutungsverlust des Romanes einher. Madleine stimmt ihrem Dozenten zu. Und das obwohl ihre eigene Einstellung zur Ehe nur unwesentlich moderner ist, als die einer Elinor Dashwood.

Madleine ist eine Tochter aus konservativem, wohlhabenden US-amerikanischen Elternhaus in der Zeit des konservativen „Backlash“, nach der Feminismusbewegung der 70er Jahre. Als Kind dieser Zeit stellt sich Madleine, die zwar im Stillen an den Lebensentwürfen ihrer Eltern zweifelt, aber weit davon entfernt ist, zur offenen Revolte zu blasen, die Frage: Wie geht es weiter, nachdem ich mein Studium abgeschlossen habe? Gehe ich den traditionellen Weg, heirate und gründe eine Familie? Oder konzentriere ich mich zunächst auf Beruf und Karriere? Und was bedeutet eine Entscheidung für diesen oder jenen Weg für meine gesellschaftliche Position?

Madleine ist zwar klug, aber auch vorsichtig und skeptisch Neuem gegenüber. Und so neigt sie instinktiv dazu, den ausgetretenen Pfaden ihrer Eltern zu folgen. Aus diesem Grund ist die Möglichkeit ihrer beruflichen Selbstverwirklichung in Eugenides Roman bis zum Ende hin unterrepräsentiert. Madleine entdeckt zwar im Laufe des Romans ihre beruflichen Interessen, beginnt ihren Werdegang zu planen und schreibt sich auf der Columbia University ein. Den Entschluss gegen das traditionelle Rollenmodell der Hausfrau und Mutter trifft sich aber eigentlich nicht selbst, sondern lässt die Umstände für sich entscheiden. So wird Eugenides Heldin am Ende beinahe unabsichtlich zur modernen jungen Frau. Dem „marriage plot“ verschafft sie so beiläufig die nötige Modernisierung um ihn gegenwartstauglich zu machen.

Denn um seinem Idealbild zu entsprechen hat Eugenides das klassische Romanmotiv an einigen Stellen etwas renoviert. Die Erzählform ist beibehalten, die Liebesgeschichte aber dekonstruiert. Obendrein wird bei Eugenides nicht nur aus Madleines Perspektive erzählt, sondern auch die beiden männlichen Protagonisten kommen zu Wort. Eugenides gelingt es auf diese Weise seine Mission zu verwirklichen, das klassische Romanmotiv in die Jetztzeit zu übertragen und sein Idealbild des Gegenwartsromans erschaffen. Ganz nebenbei widerlegt er auch die akademische These von Madleines Fachartikel. Denn mit der Liebeshandlung tritt Eugenides den aktuellen Gegenbeweis an, dass die besten Zeiten des Roman seit langem vergangen sind.

Die Lesenswertliste der Woche

Platz 1. Jeffrey Eugenides, Liebeshandlung: Denn es ist unterhaltsam, wie der Autor versucht, als 50-Jähriger aus der Perspektive einer 22-jährigen College-Studentin zu schreiben. Da fallen dann zwar mal Sätze, wie „sie fragte sich, warum alle so gemein zu ihr waren“, aber der geneigte Leser darf Madeleine auch in ihre ersten Literaturseminare (Semiotik u.a.) begleiten und das ist fast ein bisschen so, als würde man Derrida und Kollegen noch mal neu kennenlernen.

Platz 2Asfa-Wossen Asserate, Draußen nur Kännchen: Weil der Autor, ein äthiopischer Prinz, der vor Jahren schon mit seinem ersten Buch Manieren in meinem Regal landete, ein besonderes Portrait seiner deutschen Wahlheimat zeichnet

Platz 3. Jan Brandt, Gegen die Welt: Denn stammen wir nicht alle irgendwoher aus der deutschen Provinz?

Platz 4. Alex Capus, Léon und Louise: Nicht unbedingt wegen der Geschichte empfehlenswert, denn die ist nicht neu. Aber diese Sprache… – von einfacher Klarheit und doch bezaubernder Poesie. In der Grauzone zwischen Roman und Dokumentation. Lesen!

Platz 5. Benno Pludra, Bootsmann, Lütt Matten und all die anderen – Die schönsten VorlesegeschichtenWeil dieses Buch verzaubert. In poetischen Erzählungen verwandelt sich der Autor in einen Märchenerzähler, lässt Tiere sprechen und Steine Wundersames vollbringen, so dass man sich am Ende verträumt die Augen reibt.

Platz 6. Banksy, Wall and Piece: Allein schon wegen des Zitats eines Metropolitan Police Sprechers auf der Rückseite: „There’s no way you’re going to get a quote from us to use on your book cover“ – ganz zu schweigen von den genialen Bildern

Platz 7. Josef BierbichlerMittelreichDas Hörbuch. Vom Autor gelesen. Denn Bierbichler ist Schauspieler und seine Lesung köstlich.

Platz 8. Walter Moers, Die Stadt der träumenden Bücher. Das Hörbuch. Gelesen von Dirk Bach: So stimme ich mich auf Walter Moers‘ neues Buch ein.

Platz 9. Heike Koschyk, Die Alchemie der Nacht: Denn die Autorin liest nicht nur live wunderbar vor und erinnert stimmlich an Ruth Maria Kubitschek, sondern ihr Buch ist auch eine gelungene Kombination aus sorgfältigst recherchierter Wissensvermittlung über das 18. Jahrhundert und einem spannenden Kriminalfall.

Platz 10. Peer Steinbrück, Unterm Strich: Denn der Autor versteht wovon er spricht und bringt es auf den Punkt.